Andacht und Tischpredigt vom 24. Mai 2020

Ein reiches Leben

Liebe Gemeinde, ein kleiner Virus zeigt übergrosse gesellschaftliche Wirkung mit vielen Behinderungen, Einschränkungen und Nachteilen.

Wir stehen vor der Aufgabe, das zu integrieren. Die Weisheitsliteratur unserer Bibel besticht durch ihre integrierende Kraft. In jene füge ich die Corona-Zeit ein.

«Es hat alle seine Zeit», sagt ein Dichter der Bibel, «alles Tun unter dem Himmel hat seine Stunde. Pflanzen hat seine Zeit, und Ausreißen hat seine Zeit, Verwunden und Heilen, Einreißen und Bauen. Isoliert zu sein, zu Hause zu sein hat seine Zeit, Weinen hat seine Zeit, die Wirkung des Corona-Virus hat seine Zeit, Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen. … Umarmen hat seine Zeit, Herzen und ferne sein vom Herzen. Suchen hat seine Zeit und Verlieren, Zerreißen hat seine Zeit und Zunähen. Schweigen hat seine Zeit und Reden, Liebe hat ihre Zeit und Haß, Streit und Frieden.

Ich sah, wie die Menschen sich mühen und sah, daß Gott ihnen die Mühe zumutet.

Er tut alles zu seiner Zeit und läßt ihr Herz sich ängsten, wie es weitergehen solle in der Welt.

Denn der Mensch kann das Werk, das Gott tut, doch nicht fassen. Weder Anfang und Ende.»

Wir sind trotzdem in einem reichen Leben.

                                                                                                                                                                    

Herr,

hilf uns diese besondere Zeit, in der wir stehen, zu integrieren.

Nicht dass wir denken, nach überstandener Krise finge 2020 neu an!

Das wird nicht so sein. Wir können uns jetzt nicht in den normalen Jahresanfang zurückblenden. Hilf uns, dass wir aufhören, uns die Sachen zurechtzubiegen.

Amen

Allen gute Gesundheit und Weisheit im Segen Gottes!              Heinz-Ulrich Richwinn, Pfr.

 

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